Vielleicht kennst du die folgende Situation: Am Morgen klingelt der Wecker, die Snooze-Taste wird gedrückt, letztendlich stehst du doch auf, wieder einmal eine Stunde später als geplant. Am Frühstückstisch schaust du dir kurz die neuesten Posts auf Facebook an und ehe du dich versiehst ist wieder eine halbe Stunde vergangen. So setzt sich das dann den ganzen Tag fort. Du hast dir etwas vorgenommen und eine kleine Ablenkung genügt, dass du wieder nicht an deinen Vorhaben, Aufgaben und Zielen arbeitest. Du willst ja, aber irgendwie geht es nicht.
Das Fatal daran: Mit jedem weiteren Nichteinhalten deiner Vorhaben nimmt dein Vertrauen in dich selbst und deine Fähigkeiten ab, eine Abwärtsspirale mit fatalen Folgen für dein Leben hat sich etabliert. Deine Selbstwirksamkeit nimmt mehr und mehr ab.

Was bedeutet Selbstwirksamkeit?

Der Begriff der Selbstwirksamkeit geht auf den Psychologen Albert Bandura zurück, der das Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) entwickelt hat.

SWE bezeichnet die Erwartung einer Person, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können. Ein Mensch, der daran glaubt, selbst etwas bewirken und auch in schwierigen Situationen selbstständig handeln zu können, hat demnach eine hohe SWE. Untersuchungen zeigen, dass Personen mit einem starken Glauben an die eigene Kompetenz größere Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben, eine niedrigere Anfälligkeit für Angststörungen und Depressionen und mehr Erfolge in Ausbildung und Berufsleben aufweisen (Quelle: wikipedia.org).

Wie kannst du deine Selbstwirksamkeit fördern?

Nimm dir Ziele vor, die du definitiv erreichen wirst. Auch wenn es vielleicht nur Babyschritte sein mögen, unterschätze die Signalwirkung nicht. Mit jedem erreichten Ziel und jedem umgesetzten Vorhaben zeigst du deinem Unterbewusstsein, dass du ernst meint, was du dir vornimmst.

Das mögen zu Beginn lächerlich anmutende Vorhaben sein. Zum Beispiel sage dir „Ich werde jetzt die Treppe in den ersten Stock hinaufsteigen“, gehe los, komme oben an und dann stelle bewusst fest: „Ich habe es geschafft“.
„Ich werde mir jetzt einen Tee kochen“ – machen – „Check“.
„Ich werde mir jetzt die Schuhe binden“ – machen – „Check“.
„Ich werde …“ – machen – „Check“.

So füllst du peu à peu dein Selbstwirksamkeitskonto und gewinnst an Selbstvertrauen. Dann darfst du auch deine Vorhaben und Ziele größer machen, denn jetzt weißt du, dass du umsetzen wirst, was du dir vorgenommen hast und dein Unterbewusstsein wird dich dann mehr und mehr unterstützen. Wichtig ist, dass du dir nicht zu viel auf einmal vornimmst. Es sollte dein Ziel sein 99 % deiner Ziele zu erreichen.

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